Edge vs. Chrome vs. IE11 vs. Opera

Vor kurzem hat Linus von LinusTechTips vier der momentan beliebtesten Browser, Microsoft Edge, Google Chrome, Internet Explorer 11 und Opera, miteinander verglichen.

Der Fokus des Vergleichs liegt auf Performance (verschiedene Benchmark-Tests, RAM-Nutzung, Ladezeiten beliebter Websites). Opera schneidet dabei ziemlich gut ab:

Vivaldi: ein würdiger Opera-Nachfolger?

Ende Januar hat der ehemalige CEO von Opera, Jon von Tetzchner, die Technical Preview seines neuen Browsers Vivaldi freigegeben. Mit dem Start-Up Vivaldi Technologies hatte von Tetzchner sich 2014 selbstständig gemacht mit dem Ziel einen Browser bereitzustellen, der mehr Funktionen hat als andere Browser und somit vor allem für Tech-User interessant sein sollte.

Bis vor einiger Zeit nutzen die meisten dieser User Opera. Als hier jedoch viele Funktionen im Zuge der Weiterentwicklung wegfielen gab es eine Gruppe enttäuschter Nutzer, die nun kaum eine Ausweichmöglichkeit hatten: während FireFox, Chrome, der Internet Explorer und Safari stets darauf abzielten die Oberfläche möglichst einfach zu gestalten und höchstens eine begrenzte Anzahl an Erweiterungen anbieten, war Opera die Ausweichmöglichkeit Nummer eins für alle, die etwas mehr wollten.

Von Tetzchner will sich mit dem neuen Browser genau an diese Zielgruppe wenden. Viele von ihnen surfen noch mit dem mittlerweile veralteten Opera 12, weil es für sie keine Alternative gäbe. Diese Alternative könnte Vivaldi sein. Die Technical Preview zeigt dass der Browser dem Nutzer einige Funktionen mehr bietet, so kann man zum Beispiel Tabs stapel um bei einer Vielzahl geöffneter Reiter den Überblick nicht zu verlieren, Webseiten mit Tags oder Screenshots als Anmerkungen versehen und die von Opera bekannte „Schnellwahl“ (Speed Dial), mit der man schnelleren Zugriff auf häufig besuchte Webseiten hat, ist auch enthalten.

“Die Leute entschieden sich aufgrund des reichhaltigen Funktionsumfangs für Opera und weil sie das Unternehmen mochten. Inzwischen hat sich Opera weiterentwickelt und einen neuen Zielmarkt definiert”, sagte von Tetzchner. “Wir wollen einen Browser für diese ehemaligen Opera-Nutzer anbieten, die sich mehr von ihrem Browser wünschen, und für alle anderen, die dasselbe wollen.”

Wie sich der neue Browser letztendlich durchsetzten kann, wird sich mit der Zeit zeigen. Klar isst, dass es neben den Schwergewichten Google, Apple und Microsoft nicht einfach ist sich zu platzieren. Trotzdem zeigt die Geschichte von Opera, das dies prinzipiell möglich ist. Auf dem riesigen Markt kann man schließlich schon mit einerm marginalen anteil von ein paar Prozent einiges verdienen.

Quelle: ZDNet